Archiv der Kategorie: Zusätzliche Bahnen

Niederglatt – Otelfingen (Schipkapass)

Hier liegt die Strecke

Niederglatt liegt an der Strecke Zürich – Bülach.

Gechichte

1877 eröffnete die Schweizerische Nordostbahn NOB die Strecke Niederglatt – Wettingen. Durch diese Verbindung konnte die Strecke Winterthur – Bülach – Baden gegenüber der Strecke der Schweizerischen Nationalbahn SNB, über Zürich Seebach, um 2,7 km verkürzt werden. Gemäss dem geltenden Eisenbahngesetz musste der Güterverkehr zwingend über die kürzeste Verbindung geführt werden.
Nachdem die SNB den Hauptteil der Gütermenge zwischen Baden und der Ostschweiz an die NOB verloren hatte musste sie 1880 den Konkurs anmelden. In der Folge übernahm die NOB die Strecken der SNB und es bestand keine Notwendigkeit mehr die Güterlast über die steigungsreiche Strecke via Buchs ZH zu leiten.
1902 bei der Verstaatlichung eines Teils der Schweizer Bahnen kam die Strecke zur SBB. 1937 wurde der Betrieb zwischen Niederglatt und Otelfingen ersatzlos eingestellt. Der spärliche Personenverkehr vermochte die Strecke nicht zu retten.

Streckenführung

Unmittelbar nach Verlassen der Station Niederglatt wurde rechtwinklig die Strecke der Wehntalbahn überquert. Anschliessend begann die Steigung (9,5 0/00) und kurvenreich über Oberhasli (Haltestelle) wurde der höchste Punkt der Strecke beim Bösbuck erreicht. Ueber die einzige Zwischenstation, Buchs ZH, senkte sich das Gleis dann Richtung Otelfingen. Die Strecke war einspurig.

Die Fahrzeit Niederglatt – Otelfingen betrug um die 34 Minuten.

Streckenskizze

Was blieb erhalten? Stand 2021

Durch den Bau eines grossen Tanklagers oberhalb Oberhasli blieb der Streckenteil ab Niederglatt als Anschlussgleis erhalten. Auch ein ca. 2 km langes Teilstück ab Otelfingen blieb zur Versorgung einiger Industriebetriebe erhalten. Schon seit längerer Zeit findet allerdings keine Güterzustellung mehr statt. Der Gleisstumpen dient der SBB zum Abstellen von Bauzügen oder für nicht verwendetes Rollmaterial. Die Gleise auf dem Gemeindegebiet von Buchs ZH wurden 1969 zugunsten einer bessern Ortsplanung abgebrochen. Das Stationsgebäude blieb erhalten.

Allgemeine Daten

Betriebsaufnahme             1877
Betriebseinstellung             1937
Streckenabbruch auf Teilstrecken             1969
Ersatzbetrieb              —-
Streckenlänge          12,7  km
Aufgehobene Stationen / Haltestellen               2
Betriebsart            Dampf

 

Stationsskizze

Bilder aus der Betriebszeit

 

Fotos nach der Betriebseinstellung  (Spurensuche 2021)

Die noch in Betrieb stehende Anschlussstrecke Niederglatt – Tanklager Chutzenmoos
Alle Fotos März 2021

Strecke Tanklager Chutzenmoos – Buchs ZH
Alle Fotos März 2021

Strecke Buchs ZH Gemeindegrenze – Station Otelfingen
Alle Fotos März 2021

 

 

 

Literatur

Schienennetz Schweiz,  AS Verlag

Lenzburg-Spitzkehre – Wildegg

Hier liegt die Strecke

Wildegg liegt an der Strecke Aarau – Brugg.

Geschichte

1895 eröffnete die Seethalbahn STB die Streckenverlängerung von Lenzburg Spitzkehre nach Wildegg. In Lenzburg hatte die STB nur Anschluss an die gescheiterte Nationalbahn mit regionalem Charakter. Daher suchte sie eine Verbindung zur Nordostbahn über welche der Hauptverkehr Ost – West rollte. Als Anschlussstation bot sich Wildegg an. Ein grosser Teil der Züge bediente nur noch Lenzburg Stadt und Lenzburg SNB nicht mehr. 1910 wurde die Strecke mit 5500 Volt, 25 Hz elektrifiziert. 1922 gelangte die Strecke zusammen mit der ganzen Seethalbahn zur SBB. 1930 erfolgte die Anpassung an das SBB Stromsystem.
1975 wurde die Heitersberglinie eröffnet und die Schnellzüge Zürich – Bern wurden über Lenzburg geführt. Aus diesem Grunde wurde die Strecke nach Wildegg überflüssig. 1984 wurde der Betrieb eingestellt. Einzig Lenzburg Industrie wurde noch bis 2005 im Güterverkehr bedient.

Streckenführung

Ab der Dienststation Spitzkehre senkte sich das Trassee hinunter zur Station Lenzburg Stadt. Mit einem Tunnel wurde der Bahndamm der Heitersberglinie durchfahren und bereits war man in der Dienststation Lenzburg Industrie. Entlang des Aabaches gelangte man zur Station Niederlenz, anschliessend verlief das Trassee durch Waldgebiet in einer weiten Kurve nach Osten und gelangte in die Station Wildegg. Die ganze Strecke war einspurig.

Die Fahrzeit Lenzburg – Wildegg betrug um die 11 Minuten.

Streckenskizze

Was blieb erhalten? Stand 2021

Vom Trassee hinunter nach Lenzburg Stadt ist nichts mehr zu sehen. Das Stationsgebäude wurde abgerissen. Der Tunnel unter der Heitersberglinie dient Fussgängern und Velofahrern. Mittlerweile wurde auch das Trassee bis Niederlenz zum Fuss- und Veloweg ausgebaut. Ab Niederlenz liegt das Trassee mehrheitlich im Wald und ist zum Teil schlecht begehbar. Bei der Einfahrtskurve von Wildegg wurde das Trassee für einen Industrieplatz abgegraben.

Allgemeine Daten

Betriebsaufnahme             1895
Betriebseinstellung             1984
Streckenabbruch        2000 – 2006
Ersatzbetrieb              Bus
Streckenlänge            4,0 km
Aufgehobene Stationen / Haltestellen               2
Betriebsart          Elektrisch

 

Stationsskizzen

Bilder aus der Betriebszeit

Fahrplanausschnitt 1984

 

Fotos nach der Betriebseinstellung  (Spurensuche)

Fotos vom April 2021

 

 

 

 

Literatur

Schienennetz Schweiz

Koblenz – Laufenburg

Hier liegt die Strecke

Koblenz liegt an der Strecke Baden – Waldshut.

Geschichte

1892 wurde die Strecke Koblenz – Stein-Säckingen von der Bözberbahn (Tochtergesellschaft von SCB und NOB) eröffnet. 1902 wurde sie von der SBB übernommen und 1944 elektrifiziert. Der Personenverkehr auf der Teilstrecke Laufenburg – Koblenz war im Gegensatz zum Güterverkehr, relativ bescheiden. 1994 stellte die SBB den Personenverkehr auf diesem Abschnitt ein. Die Strecke wird jedoch täglich von mehreren Güterzügen befahren.

Streckenführung

Zwischen Laufenburg und Koblenz folgt die Strecke dem Ufer des Hochrheins. Vor Koblenz wird die Aare mit einer 236 m langen Fachwerkbrücke überquert. Die ganze Strecke ist einspurig.

Die Fahrzeit Laufenburg – Koblenz betrug um die 28 Minuten.

Streckenskizze

Was blieb erhalten? Stand 2021

Da die Strecke weiterin dem Güterverkehr dient wurde die Infrastruktur nicht stark verändert. Schwaderloch, Etzgen und Sulz besitzen nur noch das Streckengleis.

Allgemeine Daten

Betriebsaufnahme             1892
Einstellung Personenverkehr             1994
Streckenabbruch   noch Güterverkehr
Ersatzbetrieb              Bus
Streckenlänge           17,1  km
Aufgehobene Stationen / Haltestellen               6
Betriebsart         Elektrisch

 

Stationsskizzen

Bilder aus der Betriebszeit

Noch nicht vorhanden!

Fahrplanausschnitt 1984

Fotos nach der Einstellung des Personenverkehrs

Noch nicht vorhanden!

 

 

 

 

Literatur

Schienennetz Schweiz,  AS Verlag

Hinwil – Bauma

Hier liegt die Strecke

Hinwil ist Endstation der Strecke ab Wetzikon.

Geschichte

Die Strecke Uerikon – Hinwil – Bauma wurde 1901 durch die Uerikon – Bauma Bahn UeBB eröffnet. Die Bahn hatte von Anfang an mit grossen finanziellen Problemen zu kämpfen. 1948 musste der Betrieb zwischen Uerikon und Hinwil eingestellt werden. Bereits ein Jahr früher, 1947, wurde die Teilstrecke Hinwil – Bauma von der SBB übernommen und noch im selben Jahr elektrifiziert. 1969 stellte die SBB den Betrieb ein, eine Buslinie kam als Nachfolger. Zwischen Hinwil und einem Kieswerk bei Bäretswil führte die SBB noch Kieszüge.
Seit 1978 führt der Dampfbahn-Verein Zürcher Oberland DVZO Museumsbahnfahrten zwischen Hinwil und Bauma durch. 2000 konnte der DVZO die Teilstrecke Bauma – Bäretswil erwerben. 2018 wurde die Strecke Bauma – Bäretswil von der Sursee – Triengen Bahn gepachtet und die Strecke Bäretswil – Hinwil von der SBB erworben. Die ST amtet als Infrastrukturbetreiberin im Auftrag des DVZO. Damit ist die Strecke Hinwil – Bauma wieder zur Privatbahn geworden.

Streckenführung

Die Strecke verlässt die SBB Endstation Hinwil mit einer 180 Grad Kurve und einer Steigung von 29 0/00. Weiter kurvenreich wird die einzige Station Bäretswil ereicht. (Es gab auch noch zwei Haltestellen). Bei Neuthal wird der höchste Punkt ereicht, anschliessend senkt sich die Strecke  wieder bis zur Endstation Bauma an der Tösstalbahn der SBB. Die ganze Strecke ist einspurig.

Streckenskizze

Was blieb erhalten? Stand 2021

Da die ganze Strecke Hinwil – Bauma von der Museumsbahn DVZO benutzt wird, blieb die Infrastruktur inklusive Stationsgebäude erhalten. Die Fahrleitung ist benutzbar und es verkehren auch historische Elektrozüge.

Allgemeine Daten

Betriebsaufnahme             1901
Betriebseinstellung             1969
Streckenabbruch   noch Museumszüge
Ersatzbetrieb             Bus
Streckenlänge          11,3  km
Aufgehobene Stationen / Haltestellen              3
Betriebsart         Elektrisch

 

Stationsskizzen

Bilder aus der Betriebszeit

Noch nicht vorhanden!

Fotos nach der Betriebseinstellung

Noch nicht vorhanden!

 

 

 

 

Literatur

Schienennetz Schweiz,  AS Verlag

Herzogenbuchsee – Inkwil

Hier liegt die Strecke

Herzogenbuchsee liegt an der Strecke Bern – Olten.

Geschichte

Die Strecke Herzogenbuchsee – Solothurn wurde 1875 von der Schweizerischen Centralbahn SCB eröffnet. Bis 1876 konnte der gesamte Verkehr von Olten nach Solothurn über die SCB geleitet werden. Als dann die direkte Linie am Jurasüdfuss von Olten nach Solothurn in Betrieb ging, wurde die Strecke Herzogenbuchsee – Solothurn zur Lokalbahn. 1902 wurde die Strecke von der SBB übernommen und 1944 elektrifiziert. 1992 wurde der Personenverkehr der schlecht frequentierten Linie eingestellt und durch eine Busverbindung ersetzt.
Gemeinsam mit dem Bau der Neubaustrecke Mattstetten – Rothrist plante man eine Anbindung Solothurns an die NBS. Man reaktivierte dazu die bestehende Strecke Solothurn – Inkwil und weiter mit neuem Tunnel zum Zusammenschluss mit der NBS.
Das Stationsgebäude von Inkwil wurde abgebrochen.

Streckenführung

Die Strecke nach Solothurn verliess die Station Herzogenbuchsee auf der Ostseite, schwenkte nach Norden und überquerte mit einem kleinen Viadukt die Oenz. Mit einem weiten Bogen nach Osten wurde die Station Inkwil erreicht. Die ganze Strecke war einspurig.

Die Fahrzeit Herzogenbuchsee – Inkwil betrug um die 4 Minuten.

Streckenskizze

Was blieb erhalten? Stand 2021

Bis ins Industriequartier von Herzogenbuchsee liegt noch das Streckengleis. Von da bis zur Neubaustrecke ist das Gleis abgebaut, das Trassee aber noch vorhanden. Auch der Viadukt über die Oenz blieb stehen. Im weiteren Verlauf bis zur ehemaligen Station Inkwil ist vom Trassee nichts mehr vorhanden.

Allgemeine Daten

Betriebsaufnahme             1857
Betriebseinstellung             1992
Streckenabbruch             1998
Ersatzbetrieb              Bus
Streckenlänge           3,1  km
Aufgehobene Stationen / Haltestellen               1
Betriebsart         Elektrisch

Stationsskizze

Bilder aus der Betriebszeit

Fahrplanausschnitt 1990

Fotos nach der Betriebseinstellung (Spurensuche)

Ale Fotos April 2021

 

 

 

 

Literatur

Schienennetz Schweiz,  AS Verlag

Etzwilen – Ramsen (Grenze) – Singen (D)

Hier liegt die Strecke

Etzwilen liegt an der Strecke Schaffhausen – Kreuzlingen.

Geschichte

1875 eröffnete die Schweizerische Nationalbahn SNB die internationale Strecke Etzwilen – Singen (D). Bereits 1878 ging die SNB in Konkurs und die Strecke wurde von der Schweizerischen Nordostbahn NOB übernommen. 1902 gelangte die Strecke zur SBB. Die nicht elektrifizierte Strecke welche den Endpunkt im deutsche Singen hatte, musste 1969 den Personenverkehr einstellen. Der Transitgüterverkehr wurde 1996 eingestellt. Infolge der schwachen Rheinbrücke sowie der fehlenden Elektrifikation wurde der Verkehr ab Singen über Schaffhausen geleitet. Der lokale Güterverkehr wurde 2004 eingestellt. Etzwilen – Singen war die letzte nicht elektrifizierte Strecke der SBB.
2006 konnte die Stiftung Museumsbahn Etzwilen – Singen SEHR die Strecke erwerben und führt nun Museumszüge sowie Fahrten mit Schienenvelos durch.

Streckenführung

Ab der Station Etzwilen steigt die Strecke ostwärts zur Rheinbrücke hoch und führt weiter ohne grosse Steigungen nach dem deutschen Singen. Kurz nach der Station Ramsen wird die schweizerisch / deutsche Grenze passiert. Die Eigentumsgrenze der Strecke liegt wenige Meter vor dem Bahnhof Singen. Die ganze Strecke war einspurig.

Streckenskizze

Was blieb erhalten? Stand 2021

Die Infrastruktur der eigenen Strecke, das heisst bis kurz vor Singen, blieb erhalten und wird von der Museumsbahn gewartet. (Ein kurzes Streckenstück welches beim Kreisel in Singen entfernt wurde, konnte durch die Stadt wieder hergestellt werden).

Allgemeine Daten

Betriebsaufnahme             1875
Einstellung Personenverkehr             1969
Betriebseinstellung             1996
Streckenabbruch   noch Museumsbahn
Ersatzbetrieb              Bus
Streckenlänge in der Schweiz    1)           7,1  km
Aufgehobene Stationen / Haltestellen               2
Betriebsart            Diesel

1) Die Eigentumsgrenze SBB / DB liegt kurz vor Singen. Dadurch erhielt die SBB Strecke eine totale Länge von 12, 6 km.

Stationsskizzen

Bilder aus der Betriebszeit

Noch nicht vorhanden!

Fotos nach der Betriebsumstellung

Noch nicht vorhanden!

 

 

 

 

Literatur

Schienennetz Schweiz,  AS Verlag

Emmenbrücke – Waldibrücke

Hier liegt die Strecke

Emmenbrücke liegt an der Strecke Luzern – Olten.

Geschichte

Die Seethalbahn Lenzburg – Emmenbrücke wurde 1883 als normalspurige Lokalbahn äusserst kostengünstig erstellt. Die Strecke lag als Ueberlandbahn direkt der Hauptstrasse entlang, grösstenteils ohne Profilfreiheit zu den Strassenfahrzeugen. Mit zunehmendem Strassenverkehr häuften sich daher die Unfälle. Es begann ein jahrelanges Seilziehen über den Weiterbestand der Bahn, also Bahn oder Bus. Schlussendlich entschied man sich für die Beibehaltung des Bahnbetriebes mit umfangreicher Sanierung des Streckenverlaufs.
Eine grosse Gefahrenquelle bildete der Abschnitt in Emmen. Hier war eine Verschiebung der Gleisachse weg von der Strasse unmöglich. Zudem gab es eine Unzahl von Bahnübergängen. Man entschied sich für eine Neubaustrecke ab Waldibrücke mit Zusammenführung der Strecke beim Hübeli an der Linie Luzern – Olten. Die Neubaustrecke wurde 4,2 km lang und erforderte einen Tunnel von 628 m Länge. Mit der neuen Linienführung konnte zudem die Spitzkehre in Emmenbrücke eliminiert werden. In Waldibrücke befand sich Wartsaal und Billetverkauf  im Restaurant Löwen, in Emmen im Restaurant Sternen.

Streckenführung

Ab Waldibrücke verlief die Strecke über Emmen in Seitenlage zur Hauptstrasse. Der Bahnhof Emmenbrücke wurde von Süden her angefahren, was für direkte Züge Richtung Luzern eine Spitzkehre erforderte. Die ganze Strecke war einspurig.

Due Fahrzeit Waldibrücke – Emmenbrücke betrug um die 10 Minuten.

Streckenskizze

Was blieb erhalten? Stand 2021

Es gibt von diesem Streckenabschnitt keine Andenken mehr. Zwar führt von Waldibrücke ins Industriegebiet der Flugzeugwerke noch ein Anschlussgleis, doch ist die Gleislage nicht identisch mit der aufgehobenen Strecke.

Allgemeine Daten

Betriebsaufnahme             1883
Betriebseinstellung             1998
Streckenabbruch             1998
Ersatzbetrieb  neue Streckenführung / Bus
Streckenlänge           5,8  km
Aufgehobene Stationen / Haltestellen               2
Betriebsart          Elektrisch

 

Bilder aus der Betriebszeit

Noch nicht vorhanden!

Fahrplanausschnitt 1996

Fotos nach der Betriebseinstellung

Noch nicht vorhanden!

 

 

 

 

Literatur

Schienennetz Schweiz,  AS Verlag

Beinwil – Beromünster

Hier liegt die Strecke

Beinwil liegt an der Strecke Lenzburg – Luzern.

Geschichte

1887 eröffnete die Seethalbahn STB die Zweigstrecke Beinwil – Reinach und 1906 folgte die Verlängerung nach Beromünster (damals Münster). 1910 wurde die STB mit Wechselspannung 5500 Volt, 25 Hz elektrifiziert. 1922 gelangte die Bahn zur SBB welche dann 1930 das Stromsystem auf ihre Norm umstellte.
Während die Teilstrecke Beinwil – Menziken durch die ansässige Industrie einen ansehnlichen Güterverkehr aufwies, war der Personenverkehr immer eher schwach. Die Wynentalbahn WSB welche Menziken mit der Stadt Aarau verbindet wurde dagegen sehr gut frequentiert. Die Teilstrecke Menziken – Beromünster blieb von Anfang an ein Sorgenkind. Ohne jede Zwischenstation (fehlende Siedlungen) konnte der relativ kleine Ort Beromünster keine grossen Frequenzen bringen. Zudem war der bereits im Kanton Luzern liegende Ort mehr auf die eigene Kantonshauptstadt ausgerichtet.
Auf den 31.03.1992 beschloss der Bundesrat den Personenverkehr Beinwil – Beromünster auf Busbetrieb umzustellen. 2001 war dann auch der Güterverkehr auf der Schiene Geschichte.

Die zwischen Reinach und Menziken noch auf der Strasse verkehrende WSB konnte dann das SBB Trassee übernehmen, was für die Strecke Reinach – Menziken einer Umspurung auf Meterspur entsprach.

Streckenführung

In Beinwil war die Abfahrtsstelle der Züge Richtung Beromünster hinter dem Stationsgebäude. Sogleich nach Verlassen der Station ging die Strecke in die 38 0/00 Steigung entlang der Hauptstrasse Richtung Reinach. Reinach und Menziken besassen mehrere Industrie-Anschlussgleise. Ab Menziken durchquerte die nur noch schwach ansteigende Strecke eine fast menschenleere Gegend. Die ganze Strecke war einspurig.

Die Fahrzeit Beinwil – Beromünster betrug um die 16 Minuten.

Streckenskizze

Was blieb erhalten? Stand 2021

Die Infrastruktur wurde auf der ganzen Strecke abgebaut. Einzig das Stationsgebäude in Beromünster blieb erhalten. Zwischen Menziken und Beromünster wurde das Trassee zum Wander- und Veloweg umfunktioniert. Das Trassee zwische Reinach Nord und Menziken wurde von der WSB übernommen und mit Meterspurgleisen ausgerüstet.

Bahnwandern 2021

Noch nicht vorhanden!

Allgemeine Angaben

Betriebsaufnahme        1887 / 1906
Einstellung Personenverkehr             1992
Betriebseinstellung             2001
Streckenabbruch             2001/02
Ersatzbetrieb         Bus / WSB
Streckenlänge           8,0  km
Aufgehobene Stationen / Haltestellen       1  (3 an WSB)
Betriebsart          Elektrisch

 

Stationsskizzen

Bilder aus der Betriebszeit

Fahrplanausschnitt 1990

Fotos nach der Betriebseinstellung  (Spurensuche)

Noch nicht vorhanden!

 

 

 

 

Literatur

Schienennetz Schweiz,  AS Verlag