Archiv des Autors: eingestellte-bahnen

Rollbahn Trientgletscher

Strecke: Trientgletscher – Col de la Forclaz

Die Rollbahnstation am Trientgletscher.  1893                                   Foto  Coll. Archives communales de Trient

Hier liegt die Strecke

Der Col de la Forclaz liegt südwestlich von Martigny an der Grenze zu Frankreich.

Geschichte

Rollbahnen wurden zum Transport verschiedenster Güter erstellt. Dass eine Rollbahn jedoch speziell zum Transport von Gletschereis herangezogen wurde scheint doch eher ungewöhnlich.

Von 1865 – 1893 besass Maurice Robatel die Rechte um am Trientgletscher Eis abzubauen. Die Gletscherzunge reichte damals bis gegen das heutige Chalet du Glacier. Mit Schwarzpulver wurde das Eis abgesprengt und in transportable Blöcke gespalten. Zum Transport der Eisblöcke bis zum Col de la Forclaz wurde dann 1883 eine Rollbahn erstellt. Ungefähr ein Dutzend Rollwagen mit aufgebautem Holzkasten befuhren die schwach geneigte Strecke zum Pass hinunter. Die Rückführung der Wagen geschah mit Pferden. Es gab 3 Kreuzungsstationen. Bis zu 30 Arbeiter waren in den Sommermonaten beschäftigt.
Vom Col de la Forclaz gelangte das Eis mit Fuhrwerken nach Martigny (10 bis 15 Fuhrwerke pro Tag) von hier wurde das Eis mit Bahnwagen nach Paris, Lyon und Marseille transportiert. Die dort ansässigen Brauereien benutzten das Trienter-Eis zum kühlen des Bieres.
Es wurden täglich 20 – 30 Tonnen Eis abgebaut und verfrachtet. Unterhalb des Gletschers wurde ein massives Gebäude als Arbeiterunterkunft erstellt.
1886 erteilte der Kanton Wallis die Bewilligung zum Bau einer Transportseilbahn vom Col de la Forclaz nach La Croix. Zum Bau kam es jedoch nicht mehr. Anfang des 20. Jahrhunderts kam mit der Erfindung der Eismaschine der Abbau am Trientgletscher zum Erliegen.

Streckenführung

Von der damaligen Gletscherzunge auf einer Höhe von ca. 1604 Meter ü.M. wurden die Eisblöcke über mobile Holzkänel bis zur Arbeiterunterkunft (heutiges Chalet du Glacier) geleitet. Von hier lagen die Gleise am rechten Talhang im leichten Gefälle bis auf den Col de la Forclaz auf einer Höhe von 1527 Meter ü.M. Abgesehen von umfangreichen Stützmauern gab es keine grössern Kunstbauten.
Bei der Ausgangs- und der Endstation waren grosse, gleisseitig offene Hütten zur Zwischenlagerung des Eises vorhanden.

Streckenskizze                                                     Google Earth

Was blieb erhalten? Stand 2015

Das Trassee blieb bis heute vollständig erhalten. 1895 wurde nach dem Abbau der Gleise auf dem Trassee eine Suone (Bisse) erstellt welche Gletscherwasser zur Bewässerung auf den Col de la Forclaz leitet. Das Wasser fliesst teilweise in offenen Holzkäneln.
Die ehemalige Arbeiterunterkunft beim Gletscher wurde ab 1914 in den Sommermonaten als “Buvette” geführt. 1978 wurde das Gebäude durch eine Lawine vollständig zerstört. 1984 wird das neu erstellte “Chalet du Glacier” eröffnet. (Bewirtung in den Sommermonaten).

Bahnwandern 2015

Das ehemalige Rollbahntrassee vom Col de la Forclaz (Postautohaltestelle) zum Chalet du Glacier (Suonenweg) lässt sich dank seiner geringen Steigung problemlos begehen.

Die Wanderzeit beträgt ca. 50 Minuten in einer Richtung.

Allgemeine Daten

Betriebsaufnahme 1883
Betriebseinstellung 1893
Streckenabbruch 1895
Streckenlänge 3,3 km
Spurweite 600 mm
Grösste Neigung ca. 15 0/00
Tiefster Punkt 1527 m.ü.M.
Höchster Punkt 1583 m.ü.M.
Anzahl Weichen 8
Betriebsart talwärts Schwerkraft
Betriebsart bergwärts Pferde
Kupplungssystem Haken / Kette

Rollmaterial

Das Rollmaterial war einheitlich und bestand aus ca. 12 Lorenuntergestellen mit aufgebautem Holzkasten. In Abweichung zum nachgebauten Wagen waren die Holzkasten ohne Deckel um höher laden zu könen. Mindestens ein Teil der Loren musste mit Hanbremsen ausgerüstet sein.
Wahrscheinlich bildeten je 4 Wagen einen Lorenzug.

Die nachgebildete Lore welche amTrassee zusammen mit einer Infotafel aufgestellt wurde. 2015 Foto J. Ehrbar

Bilder aus der Betriebszeit

Bereits 1893 wurde die Bahn eingestellt. Fotografieren war damals ein sehr teures Hobby und eine Rollbahn sicher nicht gerade das Erste das man auf die Platte bannte. Daher existieren praktisch keine Bilder aus dieser Zeit.

Fotos nach der Betriebseinstellung (Spurensuche 2015)

 

 

Literatur

Trient, cent ans d’histoire, cent ans de vie, R. Gay-Crosier

Gaswerkbahn Bern (GWB)

Strecke: Wabern GBS – Gaswerk Lindenau

Die E 3/3 Nr. 1 “LISE” im Gaswerkareal.                                                                                                    Foto  P. Willen

 

Hier liegt die Strecke

Wabern ist ein Vorort von Bern und liegt an der Strecke Bern – Belp.

Geschichte

Als erste Schweizer Stadt erhielt Bern 1843 ein kleines, privat betriebenes Gaswerk. Das Gas diente in erster Linie zur Beleuchtung der Strassen in der Innenstadt.
Nachdem das Gaswerk an der Weihergasse zu klein wurde konnte die Stadt Bern 1876 an der Sandrainstrasse ein neues Gaswerk eröffnen. Die für die Gasproduktion bestimmte Kohle musste vorerst mit Pferdefuhrwerken am Bahnhof Bern abgeholt werden. Der Jahresbedarf betrug ca. 20 000 Tonnen.
Als in den Jahren 1901/02 die Gürbetalbahn zwischen Bern und Thun eröffnet wurde kam die Idee auf, eine Verbindungsbahn zur GTB Station Grosswabern zu erstellen.
Die Distanz zwischen dem Gaswerk und der GTB Station betrug einen guten Kilometer. Der Höhenunterschied allerdings war 70 Meter, so dass man zuerst an eine Zahnradbahn dachte. Schlussendlich wurde dann eine Adhäsionsstrecke erstellt die trotz einer Steigung von bis zu 35 0/00 um die 2,5 km Länge aufwies.
1906 konnte die Berner Gaswerkbahn in Betrieb genommen werden. Bis die 1908 abgelieferte eigene Dampflok E 3/3 Nr. 1 in Betrieb gehen konnte wurden die Transporte durch Lokomotiven und Personal der Gürbetalbahn ausgeführt.
Täglich wurden zwischen 15 und 20 Kohlewagen transportiert. Zufuhr von Steinkohle – Abfuhr von Koks zur weiteren Verwendung als Heizmaterial.
1961 konnte dann nach Erprobung mehrerer Dieselloks die Em 2/2 “Mutz” in Betrieb genommen werden und die Dampflok versah wenn notwendig den Reservedienst.
Die Gaswerkbahn bediente übrigens über ein kurzes Anschlussgleis in Wabern auch noch einige externe Kunden.
1939 wurden 47 358 Tonnen Steinkohle zugeführt und 32 139 Tonnen Koks abgeführt.
1967 wurde die Stadt Bern an das Ferngasnetz angeschlossen und erhielt Stadtgas aus Basel und ab 1972 Erdgas. Damit ging die Geschichte des Berner Gaswerkes und auch der Gaswerkbahn zu Ende. Steinkohle wurde keine mehr benötigt.
1968 wurden im Rahmen des Herbstfestes Wabern noch einige Dampf-Personenzüge mit riesigem Publikumsaufmarsch auf der Gaswerkstrecke geführt – dann war endgültig Schluss.

Die Bahnanlagen wurden, wie auch das Gaswerk, umgehend abgebrochen. Auch die Bahnbrücke über die Eichholzstrasse verfiel dem Abbruch. Einzig das kurze Anschlussgleis bei der Station Wabern blieb erhalten.
Die Dampflok wurde vom Dampfbahnverein Bern DBB übernommen und ist auch heute noch einsatzfähig. Die Diesellok gelangte zur Sihltalbahn SiTB.

 

Streckenführung

Südwärts an die GTB Station Wabern anschliessend lagen die Ueberfuhr- und Abstellgleise der Gaswerkbahn. Im Bereich zwischen GTB Streckengleis und der Seftigenstrasse lagen zudem noch zwei Anschlussgleise zu Industriebetrieben. Unmittelbar danach begann die grosse 180 Grad Kurve die das Gleis nun mit einer Neigung von 35 0/00 Richtung Norden parallel zur Aare führte. Gleich nach dem Verlassen der Station Wabern wurde die mit Blinklichtern gesicherte Seftigenstrasse überquert. Die am Aarehang hinabführende Eichholzstrasse wurde mit einer Betonbrücke traversiert und zwei weitere Bahnübergänge waren ohne Sicherungsanlagen. Im Gaswerkareal lagen 4 parallele Gleise. Bergseitig im zweiten Gleis lag der Lokschuppen der durch beidseitig angebrachte Tore durchfahren werden konnte. Im Werkgelände gab es mehrere kleine Drehscheiben welche den Zugang zu einzelnen Gebäuden ermöglichten.

Streckenskizze                                                                      Google Earth

Das Gaswerkareal 1943.                                                                                                   Festschrift GWB

Was blieb erhalten? Stand 2015

Das Trassee blieb grösstenteils erhalten. Einzig die Kurve vor der Seftigenstrasse wurde überbaut. Im obern Abschnitt wurde es teilweise den daneben liegenden Parzellen hinzugefügt. Der untere Teil dient heute als Fuss- und Veloweg. Im ehemaligen Gaswerkareal sind noch einige einbetonierte Gleisreste auszumachen. Alle Gebäude wurden abgebrochen, das Gelände blieb bis heute ungenutzt. Die ehemaligen Anschlussgleise bei der Seftigenstrasse sind zum Teil noch vorhanden.
2015 wurde in Wabern die Verbindungsweiche zwischen den BLS Gleisen und der ehemaligen Abstellgruppe der Gaswerkbahn entfernt.

Allgemeine Daten

Betriebsaufnahme Strecke:
Wabern Station GBS – Gaswerk 1906
Betriebseinstellung Strecke:
Wabern Station BLS – Gaswerk 1967  1)
Streckenabbruch 1969  2)
Streckenlänge 2,4 km
Spurweite 1435 mm
Grösste Neigung 35 0/00
Anzahl Weichen 14
Tiefster Punkt (Gaswerk) 503 m.ü.M.
Höchster Punkt (Station Wabern) 573 m.ü.M.
Depot / Werkstätte Gaswerk
Anzahl Tunnel  —-
Anzahl Brücken  (über 2 m Länge) 1
Betriebsart Dampf / Diesel
Diesel Betrieb ab 1961 3)
Höchstgeschwindigkeit 40 km/h

1) 1968 fanden noch Publikumsfahrten mit Dampflok statt.
2) Die beiden Gleise parallel zur BLS Strecke und ein Teil der Anschlussgleise blieben ehalten.
3) Auch während dem Dieselbetrieb blieb die Dampflok als Reserve einsatzfähig.

Rollmaterial

Triebfahrzeuge

Typ Nr. / Name    Baujahr    Lieferfirma   Länge    Gewicht    Leistung     V max
E 3/3   1 “Lise”     1908       SLM   8,45 m       34 t     370 kW    45 km/h     1)
Em 2/2    “Mutz”     1961 SIG/Saurer/BBC   7,50 m       40 t     243 kW    55 km/h     2)

1)  Die E 3/3 “Lise” ist betriebsfähig und heute im Eigentum der Dampfbahn Bern (DBB).
2)  Die Em 2/2 “Mutz” gelangte 1969 zur Sihltalbahn (SiTB) heute SZU.

Güterwagen

Ueber Güterwagen der Gaswerkbahn sind keine Angaben bekannt. Auf Fotos sind jedoch ehemalige SBB “E” im Bestand der GWB und ein Kesselwagen zu sehen.

Bilder aus der Betriebszeit

Fotos vom Quartierfest Wabern 1968

Fotos nach der Betriebseinstellung (Spurensuche 2015)

Noch erhaltenes Rollmaterial (Stand 2016)

 

 

Literatur

Hundert Jahre Gaswerk Bern, GWB
Das war die Gaswerkbahn, Heimat heute 2011

Waldbahn Sihlwald

Forstbetriebe der Stadt Zürich

Langholztransport im Sihlwald.                                                                                          Foto  Stadtarchiv Zürich

Hier liegt die Strecke

Die Station Sihlwald der SZU ist Endstation der S 4 ab Zürich HB.

Geschichte

Seit dem 14. Jahrhundert besass die Stadt Zürich im Sihltal zwischen Fluss und Albishorn im Gebiet der heutigen SZU Station Sihlwald ausgedehnte Wälder, welche durch Zukauf eine Fläche von 984 ha erreichten. Das geschlagene Holz diente der Stadt Zürich als Bauholz sowie als Heizmaterial. Aus dem Waldgebiet wurde das Holz mit Schlitten und Holzriesen zur Sihl befördert und bei Hochwasser in die Stadt geflösst.1866 erreichte dann eine Strasse die Siedlung Sihlwald. Da nun der Transport nach Zürich mit Fuhrwerken viel einfacher zu bewältigen war wurde die Flösserei aufgegeben. Das Forstamt der Stadt Zürich erstellte anschliessend in Sihlwald eine grosse Sägerei mit Imprägnierwerk um die Hölzer (hauptsächlich Buchenholz) am Ort zu Bauholz, Telefonstangen, Bahnschwellen und Brennholz zu verarbeiten.
Um den Transport aus den Wäldern zu rationalisieren entschloss man sich 1876 eine Waldbahn zu erstellen. Als erstes wurde eine Strecke von der Säge Sihlwald der Sihl entlang zum Försterhaus Sihlbrugg erstellt. Das Rollbahngleis lag durchwegs auf Holzschwellen. Mit den Loren wurde Langholz (Stämme) sowie Scheitholz transportiert. Die Beförderung der Lorenzüge übernahmen Ochsen und Pferde, Lokomotiven kamen nie zum Einsatz.
Eine weitere Strecke führte ab der Sägerei in mehreren Schlaufen den Berghang hoch und verzweigte sich dabei mehrmals. Diese Strecke lag in einem durchgehenden Gefälle so dass die Holzwagen mittels Schwerkraft zu Tale rollten. Die Rückführung der leeren Wagen geschah auch hier durch Ochsen und Pferde. Es wurden bis zu 200 Ster Brennholz pro Tag transportiert.
Ab den fest verlegten Strecken führte eine Vielzahl von planierten Wegen auf denen nach einem Holzschlag mobile Gleisstrecken verlegt wurden. Diese mobilen Strecken erreichten eine Länge von gegen 14 km. Natürlich waren nie alle mobilen Strecken zum selben Zeitpunkt in Betrieb.
Nach der Eröffnung der Sihltalbahn SiTB wurde die Rollbahnstrecke Richtung Sihlbrugg abgebrochen da sie parallel zur Normalspur lag.
Ab 1892 konnten nun die Holzwaren ab der Sägerei mit der Bahn nach Zürich befördert werden was einen erneuten Aufschwung brachte und teilweise sogar eine Uebernutzung des Waldes bewirkte. 1913 wurden 4 400 Tonnen Holzwaren ab der Station Sihlwald verfrachtet. Der Holzverarbeitungsbetrieb beschäftigte damals über 60 Arbeiter. Durch steigende Lohnkosten nach dem ersten Weltkrieg wurde die praktizierte Holzbringung mit Holzriesen, Seilbahnen und der Waldbahn zusehends unrentabler. Das Forstamt entschloss sich daher mehrere Strassen in den Sihlwald zu bauen um den Transport mit Lastwagen zu ermöglichen.
1938 wurde der Waldbahnbetrieb vollständig eingestellt und das Gleis- und Rollmaterial verschrottet.
1991 wurde der Werkplatz (Sägerei) Sihlwald der städtischen Forstbetriebe eingestellt.
1994 Gründung der Stiftung Naturlandschaft Sihlwald, heute “Wildnispark Zürich”.
2000 Einstellung jeglicher Waldpflege. Es entsteht ein 10 km2 grosser Urwald.

Streckenführung

Die Talstrecke von der Sägerei Richtung Sihlbrugg und weiter bis zum Sihlzopf an der Grenze zum Kanton Zug folgte im Wesentlichen dem Lauf der Sihl, allerdings fast durchwegs am Hang, einige Meter über dem Talboden.
Die “Bergstrecke” überquerte nach dem Verlassen des Sägereiareals die alte Sihltalstrasse sowie das Gleis der SiTB und begann sofort am Hang in südöstlicher Richtung anzusteigen. In mehreren Serpentinen wurde ständig an Höhe gewonnen. An verschiedenen Stellen zweigten Stichstrecken in südöstlicher bezw nordwestlicher Richtung von der Hauptstrecke ab (siehe Karte).

Streckennetz der Waldbahn (ohne mobile Strecken)                                                                      map.search.ch

Anmerkung: Die bereits 1897 nach Eröffnung der SiTB eingestellte Strecke zwischen Sihlwald und Sihlbrugg Sihlzopf ist in der Karte nicht eingezeichnet und infolge der fehlenden Informationen auch nicht weiter beschrieben.

Rekonstruierter Plan Werkplatz Sihlwald.

Was blieb erhalten? Stand 2015

Ein grosser Teil der ehemaligen Rollbahnstrecken sind im Wald noch mehr oder weniger gut erkennbar. Einige Teilstrecken sind auch in neue Waldstrassen aufgegangen oder als Fussweg erhalten. Im Bereich der Station Sihlwald ist durch den Ausbau der Sihltalstrasse von den Bahnanlagen nichts mehr sichtbar.
Im ehemaligen Sägereiareal sind einige Gebäude erhalten geblieben. Es wurde ein Informationszentrum über den Wildnispark Zürich sowie ein Museum mit Restaurant errichtet.

Beim Forsthaus Langrain wurde ein kurzes Stück Waldbahngleis mit einer Scheiterlore zur Erinnerung an die Waldbahn aufgestellt. (Nachbauten).

Allgemeine Daten

Betriebsaufnahme                              1876
Betriebseinstellung Talstrecke nach Sihlbrugg                              1897
Betriebseinstellung Strecken im Sihlwald                              1938
Streckenabbruch                        anschliessend
Streckenlänge, festverlegte Strecken                         ca.  12  km
                      mobile Strecken                         ca.  14  km
Spurweite                           600  mm
Grösste Neigung                           62   0/00
Kleinster Kurvenradius                             12  m
Tiefster Punkt  (Sägerei Sihlwald)                         484  m.ü.M.
Höchster Punkt  (Summerhalden)                         704  m.ü.M.
Betriebsart:  bergwärts                       Ochsen, Pferde
                   talwärts                         Schwerkraft
Kupplungssystem                    Kette / Kuppeleisen

Rollmaterial

Zugtiere

Ueber die Anzahl und Unterbringung der Zugtiere (Pferde und Ochsen) ist nichts bekannt. Da der Betrieb der Waldbahn bei guter Witterung das ganze Jahr funktionierte kann angenommen werden dass die Tiere im Besitz der Forstbetriebe waren.

Wagen

Es waren zwei Wagentypen im Einsatz, die Scheitholzwagen und die Langholzwagen.
Die Scheitholzwagen besassen hölzerne Untergestelle und stirnseitig je zwei senkrechte Holzbalken zum Halten der Ladung. Sie verkehrten meistens im sechser Verbund, jeder 2. Wagen besass eine Handbremse. Es gab Spindel- sowie Hebelbremsen.
Die Langholzwagen verkehrten paarweise, nur durch die Ladung verbunden. Sie hatten Drehschemel, die Baumstämme waren mit Ketten gebunden, ohne Rungen. Der bergseitige Wagen hatte eine Bremsplattform, alle Wagen mit Bremse. Der zweite Wagen konnte über ein oberhalb des Ladegutes verlaufendes Seil ebenfalls gebremst werden. Es gab Wagen mit Holz- sowie auch Metall-Untergestellen. Alle Bremsklötze waren aus Hartholz. Einige Drehschemelwagen wurden paarweise zu Scheitholzwagen umgebaut.
Ueber die Anzahl der Wagen sind keine Angaben bekannt.

Bilder aus der Betriebszeit

Fotos nach der Betriebseinstellung (Spurensuche)

Die Hauptstrecke nach Summerhalden

Hauptstrecke Summerhalden, Die Bildnummern entsprechen in etwa denjenigen auf der Karte.

Die Zweigstrecke zum Hitzenmoos

Zweigstrecke Hitzenmoos. Die Bildnummern entsprechen in etwa denjenigen auf der Karte.

Die Zweigstrecke ins Eichhölzli

Zweigstrecke Eichhölzli. Die Bildnummern entsprechen in etwa denjenigen auf der Karte.

Die Zweigstrecke Hinter Eichbach, untere Strecke

Zweigstrecke Hinter Eichbach, untere Strecke.

Die Zweigstrecke Hinter Eichbach, obere Strecke

Zweigstrecke Hinter Eichbach, obere Strecke.

Die Zweigstrecke Vorder Eichbach

Die Zweigstrecke Vorder Eichbach. Die Bildnummern entsprechen denjenigen auf der Karte.

 

Die Zweigstrecke Schlifi

Die Zweigstrecke Schlifi. Die Bildnummern entsprechen denjenigen auf der Karte.

Beim Forsthaus Langrain steht dieser Nachbau einer Scheiterlore. 2015 Foto J. Ehrbar

 

 

Literatur

Die Sihllandschaft im 2. Jahrtausend, Vereinigung pro Sihltal

Kiesbahn Sudan SA

Die O&K Diesellok im Werkgelände der Sudan SA.   2014                                                          Foto  J. Ehrbar

Hier liegt die Strecke

Die Werkbahn liegt zwischen Bulle und Montbovon.

Geschichte

Die Sudan SA in Estavannens wurde 1941 gegründet und stellte verschiedene Produkte aus Beton her. Am Anfang wurde der benötigte Kies in der Nähe abgebaut. Weil jedoch bei gestiegener Produktion das Vorkommen zu klein war suchte man anderswo den Kiesbedarf zu decken und fand in der Nähe von Grandvillard ein neues Abbaugebiet. Das Material wurde auf der linken Talseite direkt neben der Transportbahn gefördert. (Heute ist diese Grube wieder aufgefüllt). Zum rationellen Transport des Kieses entschloss man sich eine ca. 2,4 km lange Materialbahn mit einer Spurweite von 750 mm auf dem linken Saaneufer zu erstellen. Mit einer gebraucht erworbenen Jung Diesellok und Kipploren wurde 1965 der Kiestransport aufgenommen. Es wurden bis zu 10 Fahrten pro Tag ausgeführt. Die Transporte fanden allerdings nicht täglich statt.
1970 wurde das Rollmaterial erneuert und eine fabrikneue, schwere O&K Diesellok wurde in Betrieb genommen. Der Kieszug war aus 6 Kastenkippern formiert welche Richtung Ladestelle immer geschoben wurden. Die Anlage wies keine einzige Weiche auf.
Als auch diese Grube erschöpft war deckte man den Bedarf aus einer neu erschlossenen Grube auf der rechten Talseite. An der Materialbahn wurde ein grosser Silo erstellt sowie ein Förderband welches die Saane überquerte. Der Kiestransport zwischen Grube und Förderband geschah mit Lastwagen. Im Werk wurde der Kies flussseitig abgekippt und gelangte anschliessend über Förderbänder in die Lagersilos und weiter in die Produktionshallen.
Im Werk befand sich am Gleisende eine kleine Remise mit Wartungsgrube für die Lok.

Nach Angabe eines ehemaligen Sudan Arbeiters kamen die Schienen von der kurz vorher eingestellten Trambahn Meiringen – Aareschlucht.

2008 wurden die Kiestransporte mit der Werkbahn eingestellt. Die Produktion von Betonsteinen läuft auf bescheidenem Niveau weiter. Auch wenn die Fabrikation von Betonprodukten weitergeführt werden sollte ist eine Wiederinbetriebnahme der Kiesbahn eher unwahrscheinlich.

Streckenführung

Nachdem die Strecke das Werkareal verlassen hat folgt sie in gestreckter Linienführung dem Flussufer der Saane aufwärts, im ersten Streckenteil fast nicht sichtbar im Ufergehölz. Auf der Höhe von Enney wird auf einer Metallbrücke der erste Bach überquert. Beim Campingplatz wird der zweite Seitenbach auf einer Metallbrücke überquert und das Gleis liegt nun ausserhalb des Ufergehölzes am Feldrand. Immer schön geradeaus und nun gut sichtbar parallel zu einem Feldweg geht es weiter bis zum schon von weitem sichtbaren Silo. Einige Meter hinter dem Silo enden die Schienen am Waldrand. Einziges Gebäude der Werkbahn ist der an eine Fabrikhalle angebaute Lokschuppen.

Streckenskizze                                                             Google Earth

Was blieb erhalten? Stand 2014

Die Strecke ist vollständig erhalten, allerdings übernimmt die Vegetation das Trassee immer mehr, so dass es nach dem Austrieb der Blätter teilweise nicht mehr sichtbar ist. Das Rollmaterial ist ebenfalls noch vollständig vorhanden und im Werkareal abgestellt. Die Kastenkipper ungeschützt, die Lok unter einem kleinen Schutzdach.

Allgemeine Daten

Betriebsaufnahme 1965
Betriebseinstellung 2008 §
Streckenabbruch noch erhalten
Streckenlänge 2,4 km
Spurweite 750 mm
Grösste Neigung ca. 5 0/00
Tiefster Punkt (Betonwerk) 706 m.ü.M.
Höchster Punkt (Ladestelle) 717 m.ü.M.
Anzahl Weichen  —-
Betriebsart Diesel
V max 20 km
Kupplungssystem halbautomatisch + Kette
Fahrzeugbreite max. 1,80 m
Anstrich braunrot

§ Datum nicht gesichert.

Rollmaterial

Lok

Typ    Baujahr   Lieferfirma   Länge   Gewicht   Leistung   Bemerkungen
    m       t      PS
ZL 105      1952      Jung   3,44      5,4      24   verkauft an *   1)
MB 125 S      1965      O&K   4,53      12     120   noch vorhanden   2)

1)  Antrieb mechanisch, Ketten. Die Lok mit Fabr. Nr. 11024 gelangte vom Hersteller an die Baumaschinen Verkaufs AG, Zürich und anschliessend an die Sudan SA. Abgabe der Lok nicht bekannt.
2)  Antrieb hydraulisch, Kardanwellen.

Wagen

Es stehen 6 Kastenkipper der Firma Bischoff Werke KG Recklingshausen zur Verfügung.
5 Wagen sind ungebremst, 1 Wagen mit Handbremse. Halbautomatische Kupplung mit Kette.

Ferner sind noch 3 Untergestelle der früher im Einsatz stehenden Kippwagen vorhanden.

Bilder aus der Betriebszeit

Fotos nach der Betriebseinstellung (Streckenbegehung 2012/14)

Noch erhaltenes Rollmaterial (Stand 2015)

 

 

 

Werkbahn der Drahtwerke AG, sowie Renfer AG

Strecke: Biel Mett – Bözingen

Zug der Vereinigten Drahtwerke fährt Richtung Bözingen.   1982                             Foto  W. Ritschard

Hier liegt die Strecke

Mett und Bözingen wurden in die Gemeinde Biel integriert.

Geschichte

Das erste Drahtziehwerk wurde 1634 in Bözingen erstellt. Ende des 19. Jh haben sich dann auf dem Gebiet der Gemeinden Mett und Bözingen, beidseitig der Schüss, namhafte Industrien etabliert. Auf der rechten Flussseite die Grosssägerei mit Imprägnierwerk der Renfer AG und auf der linken Seite die durch Zusammenschluss entstandenen Vereinigten Drahtwerke AG, DT.
Um die Transportaufgaben zwischen der SBB Station Mett und den Fabriken einerseits, sowie den internen Werkverkehr andererseits zu rationalisieren, beschlossen die beiden Firmen eine meterspurige Werkbahn zu erstellen. Die Werkbahn Bözingen – Mett AG kam 1910 in Betrieb.
Von der Station Mett bis in die Nähe der Solothurnstrasse verlief die Stammstrecke welche verschiedene Anschlussgleise zu den Drahtwerken und der Sägerei bediente. Weiter bis zum beginn der Taubenlochschlucht wo sich weitere Fabriken der Drahtwerke DT befanden, führte eine Strecke die im Eigentum der DT war.
Von der Stammstrecke unterhalb der Solothurnstrasse führte die Renferstrecke auf einer kombinierten Bahn- Strassenbrücke auf die andere Seite der Schüss ins Areal der Renfer AG.
Der Bahnbetrieb wurde von einem Kordinator der DT geleitet. Jede Unternehmung besass eigenes Rollmaterial und stellte das Personal. Alle Güterwagen und Rollschemel waren ohne Bremse. Die Bahnübergänge an den zwei verkehrsreichsten Strassen wurden durch das Zugpersonal mit Flagge gesichert.
Der Streckenunterhalt auf der Stammstrecke wurde anteilsmässig zu den Beförderungsleistungen aufgeteilt. Bei Bedarf half man sich gegenseitig mit Rollmaterial oder Personal aus.
Bereits in den 1980er Jahren begann die Transportmenge der Drahtwerke durch Produktionsverlagerungen und zunehmende Strassentransporte zu schwinden. 1995 stellten die Vereinigten Drahtwerke die Produktion aus wirtschaftlichen Gründen ein.

Bei der Renfer AG die hauptsächlich Bahnschwellen herstellte blieb das Transportvolumen hoch bis im Juni 1992 ein Grossbrand ein Teil der Fabrikationsanlagen vernichtete. Bis 1994 fand noch eine reduzierte Produktion statt, dann wurde der Betrieb komplett stillgelegt.
Mit diesem Datum endet auch der Betrieb der Werkbahn Biel Mett – Bözingen.

Der Bahnbetrieb der Vereinigten Drahtwerke AG, DT

Die DT bestellten 1909 auf die Bahneröffnung eine Akkulok, vierachsige, gedeckte und offene Güterwagen sowie einen Rollschemel. Der Wagenpark blieb bis zum Ende unverändert. Die Akkulok jedoch wurde 1989 bei einem Zusammenstoss mit der Diesellok der Renfer AG beschädigt und ausgemustert. In der Folge versah die Diesellok auch die Traktion der DT Züge. Normalspurwagen auf Rollschemel wurden für die DT eher selten befördert. Die Materialanlieferungen wurden über das normalspurige Anschlussgleis ab der Station Biel Mett vorgenommen. Die internen Transporte zwischen den verschiedenen Fabriken übernahmen die Schmalspur-Güterwagen. Es verkehrte etwa stündlich ein interner Werkbahnzug.
Die Transportmenge belief sich in den letzten Betriebsjahren auf ca. 15 000 t pro Jahr zuzüglich ca. 100 Normalspurwagen.

Der Bahnbetrieb der Renfer AG

Da die Renfer AG genügend Abfallholz zur Verfügung hatte entschied man sich für den Dampfbetrieb. Es kamen verschiedene ausgemusterte Lok von Schweizer Schmalspurbahnen zum Einsatz. Als die SBB Werkstätte in Biel nicht mehr in der Lage war Dampflok zu unterhalten, kaufte die Renfer AG bei Moyse 1967 eine kleine Diesellok welche bis zur Betriebseinstellung im Einsatz war.
Im Gegensatz zur DT wickelte sich der Verkehr bei der Renfer AG ausschliesslich über Normal-spurwagen auf Rollschemeln ab. Auch vierachsige NS-Wagen wurden befördert. Im Schwellenlager waren ein Dreischienengleis sowie ein Normalspurgleis verlegt. Zwei fahrbare Portalkrane dienten zum Stapeln der Schwellen als auch zur Beladung der Normalspurwagen.
Die Transportmenge belief sich in den letzten Jahren des Vollbetriebes auf ca. 30 000 t pro Jahr.

Streckenführung

Ausgangspunkt der Stammstrecke war der SBB Stationsvorplatz von Biel Mett. Auf sehr beschränktem Raum lagen hier die beiden Rollschmelanlagen, das Gleis zum Güterschuppen, ein Anschlussgleis in die DT Fabrikhalle und alles querend ein Normalspur-Anschlussgleis. Ein richtiger Gleiswirrwarr. Die Gleisanlagen wurden hier im Laufe der Zeit mehrfach umgestaltet.
Das Streckengleis führte nun nordwärts, entlang der ersten DT Fabrikhalle und überquerte den Längfeldweg. Von rechts, ebenfalls die Strasse querend, kamen zwei Gleise aus der Fabrikhalle. Eines dieser Gleise diente als Depotgleis für die Lok. Zwischen zwei langen DT Gebäuden und nun auf Eigentrassee, mit einem Ausweichgleis und einem Fabrikanschluss, gab es linkerhand am Ende der Halle ein weiteres Anschlussgleis. In einer weiten S-Kurve über eine Wiese wurde die Bürenstrasse erreicht welche parallel zur Schüss liegt. In Strassenrandlage, vorbei an Wohnblöcken, wurde kurz vor Bözingen das Sägereiareal der Renfer AG erreicht. Hier wurde ausschliesslich Weichholz verarbeitet. Während das Hauptgleis auf der rechten Strassenseite weiterführte, gelangten die Rollschemelzüge mit dem Stammholz auf ein Ausweichgleis an der linken Strassenseite.
Hier gab es mehrere Krananlagen. Am obern Ende des Sägereigleises zweigte die Renfer Strecke mit einer Brücke über die Schüss ins Areal der Schwellenproduktion und zum Lager ab. Hier gab es ebenfalls zwei Rollschemelanlagen sowie eine kleine Lokremise. Von den Rollschemelanlagen führten dann zwei Dreischiengleise zu der Hartholzsägerei, zum Imprägnierwerk und in das ausgedehnte Schwellenlager mit den beiden Portalkranen.
Zurück zur Stammstrecke in der Bürenstrasse. Ab der Renfer Abzweigung verlief die DT Strecke weiter entlang der Schüss, überquerte in einer S-Kurve und nun im Strassenbelag liegend die stark frequentierte Solothurnstrasse und gelangte zu den unmittelbar vor der Taubenlochschlucht stehenden Fabriken der DT. Mehrere Anschlussgleise führten hier in die Gebäude.

Skizze der Werkbahnstrecken.

 

Was blieb erhalten (Stand 2014)

Im Stationsgebiet Biel Mett sind noch etliche Gleisreste und Weichen im Strassenbelag erhalten. Die Rollschemelanlagen sind verschwunden. Das Streckengleis mit dem Ausweichgleis zwischen den heute anderweitig genutzten Fabrikhallen liegt ebenfalls noch. Auch die beiden Anschlussgleise sind noch vorhanden. Im ersten Teil der S-Kurve Richtung Bürenstrasse liegt noch der Schotter, die Schienen sind entfernt. Der nachfolgende Teil bis zur Bürenstrasse ist überbaut. Auch von der Hauptstrecke in der Strassenrandlage ist nichts mehr zu sehen. Oberhalb der Solothurnstrasse, am Ufer der Schüss liegen noch einige Meter Gleis im Strassenbelag.
Das Renfer Areal wurde 1994 total geräumt. Nur das Verwaltungsgebäude steht noch. Heute liegt auf dem Areal eine Wohnsiedlung.

Allgemeine Daten

Betriebsaufnahme                                     1910
Betriebseinstellung                                     1994
Streckenabbruch                 ab ca. 2000, teilweise noch erhalten
Streckenlänge                       1,5  km   (ohne Nebengleise)
Spurweite                                    1000  mm
Grösste Neigung                                      27  0/00
Tiefster Punkt   (SBB Station Biel Mett)                                     443  m.ü.M.
Höchster Punkt   (DT Fabrik Bözingen)                                     458  m.ü.M.
Anzahl Weichen                                    ca.  22
Anzahl Rollschemelanlagen                                        3
Bremssystem                               nur Lokbremse
Kupplungssystem                          Kuppelstange mit Oesen
Betriebsart:   Drahtwerke AT                                      Akku
                  Renfer bis 1967                                     Dampf
                            ab 1967                                     Diesel
V max                                   12  km/h

Rollmaterial der Vereinigten Drahtwerke DT

Lok

Typ Nr. Baujahr Lieferfirmen Länge m  Gewicht t Leistung kW in Betrieb bis
Ta 2/2 ohne 1909 SWS/MFO 4,82 15 37 1989

Die Lok wurde 1993 von La Traction übernommen und gelangte später ins Bahn Museum Kerzers.

Wagen

2 Güterwagen, Baujahr 1909, Nr. 1 – 2, vierachsig, gedeckt
1 Güterwagen, Baujahr 1909, Nr. 3, vierachsig ,flach
1 Rollschemel, Baujahr 1913, Nr. 4, 1916 von Biel – Meinisberg Bahn übernommen

Der Rollschemel und der Flachwagen gelangten zu La Traction, die gedeckten Wagen wurden nach der Betriebseinstellung abgebrochen.

Rollmaterial der Renfer AG

Dampflok

Typ Nr. Baujahr Lieferfirma Länge m Gewicht t Leistung PS bei Renfer
G 3/3 12 1894 SLM 5,69 16 140 1908 – 1943 1)
G 3/3 6 I 1903 SLM 6,59 23 220 1924 – 1943 2)
G 3/3 6 II 1901 SLM 7,02 25 200 1943 – 1967 3)
G 3/3 8 1910 SLM 6,59 23 220 1945 – 1977 4)

1) Die Kastendampflok war ursprünglich bei der Städt. Strassenbahn Bern im Einsatz. Heute ist sie beim Tramverein Bern für Extrafahrten.
2) Diese Lok kam von der Lausanne – Echallens – Bercher Bahn und wurde 1943 abgebrochen.
3) Diese Lok kam von der Bière – Apples – Morges Bahn (ursprünglich Brünigbahn) und verkehrt heute bei der Museumsbahn BC.
4) Diese Lok kam von der Lausanne – Echallens – Bercher Bahn. Heute ist sie zurück auf der LEB und führt dort die Dampfzüge.

Diesellok

Typ     Nr.     Baujahr     Lieferfirma     Länge m     Gewicht t      Leistung kW
Tm 2/2   ohne 1967 Moyse   5,80     24       132 5)

5) Nach der Betriebseinstellung kam die Lok zu den Jurabahnen CJ und ist als Tm 2/2 501 im    Einsatz.

Wagen

2 Rollschemel Baujahr 1909.
2 Rollschemel 1987 von SZB.

Alle Rollschemel wurden nach der Betriebseinstellung abgebrochen.

Bilder aus der Betriebszeit

Fotos nach der Betriebseinstellung (Spurensuche, ohne Datum 2014)

Rollmaterial das bei andern Bahnen oder Museen erhalten blieb. (Stand 2015)

Vereinigte Drahtwerke DT

Renfer AG