Beinwil – Beromünster

Hier liegt die Strecke

Beinwil liegt an der Strecke Lenzburg – Luzern.

Geschichte

1887 eröffnete die Seethalbahn STB die Zweigstrecke Beinwil – Reinach und 1906 folgte die Verlängerung nach Beromünster (damals Münster). 1910 wurde die STB mit Wechselspannung 5500 Volt, 25 Hz elektrifiziert. 1922 gelangte die Bahn zur SBB welche dann 1930 das Stromsystem auf ihre Norm umstellte.
Während die Teilstrecke Beinwil – Menziken durch die ansässige Industrie einen ansehnlichen Güterverkehr aufwies, war der Personenverkehr immer eher schwach. Die Wynentalbahn WSB welche Menziken mit der Stadt Aarau verbindet wurde dagegen sehr gut frequentiert. Die Teilstrecke Menziken – Beromünster blieb von Anfang an ein Sorgenkind. Ohne jede Zwischenstation (fehlende Siedlungen) konnte der relativ kleine Ort Beromünster keine grossen Frequenzen bringen. Zudem war der bereits im Kanton Luzern liegende Ort mehr auf die eigene Kantonshauptstadt ausgerichtet.
Auf den 31.03.1992 beschloss der Bundesrat den Personenverkehr Beinwil – Beromünster auf Busbetrieb umzustellen. 2001 war dann auch der Güterverkehr auf der Schiene Geschichte.

Die zwischen Reinach und Menziken noch auf der Strasse verkehrende WSB konnte dann das SBB Trassee übernehmen, was für die Strecke Reinach – Menziken einer Umspurung auf Meterspur entsprach.

Streckenführung

In Beinwil war die Abfahrtsstelle der Züge Richtung Beromünster hinter dem Stationsgebäude. Sogleich nach Verlassen der Station ging die Strecke in die 38 0/00 Steigung entlang der Hauptstrasse Richtung Reinach. Reinach und Menziken besassen mehrere Industrie-Anschlussgleise. Ab Menziken durchquerte die nur noch schwach ansteigende Strecke eine fast menschenleere Gegend. Die ganze Strecke war einspurig.

Die Fahrzeit Beinwil – Beromünster betrug um die 16 Minuten.

Streckenskizze

Was blieb erhalten? Stand 2021

Die Infrastruktur wurde auf der ganzen Strecke abgebaut. Einzig das Stationsgebäude in Beromünster blieb erhalten. Zwischen Menziken und Beromünster wurde das Trassee zum Wander- und Veloweg umfunktioniert. Das Trassee zwische Reinach Nord und Menziken wurde von der WSB übernommen und mit Meterspurgleisen ausgerüstet.

Bahnwandern 2021

Noch nicht vorhanden!

Allgemeine Angaben

Betriebsaufnahme        1887 / 1906
Einstellung Personenverkehr             1992
Betriebseinstellung             2001
Streckenabbruch             2001/02
Ersatzbetrieb         Bus / WSB
Streckenlänge           8,0  km
Aufgehobene Stationen / Haltestellen       1  (3 an WSB)
Betriebsart          Elektrisch

 

Stationsskizzen

Bilder aus der Betriebszeit

Fahrplanausschnitt 1990

Fotos nach der Betriebseinstellung  (Spurensuche)

Noch nicht vorhanden!

 

 

 

 

Literatur

Schienennetz Schweiz,  AS Verlag